Den Markusdom in Venedig mit neuen Augen sehen!

Venice, view of grand canal and basilica of santa maria della sa
Marie-Kristin
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Marie-Kristin

Venedig zieht jeden in seinen Bann! Egal ob die zahlreichen Paläste, die Seufzerbrücke oder die Oper La Fenice, unbeeindruckt bleibt hier keiner. Natürlich gehört auch die Markusdom zu jedem Venedig Besuch dazu.

Der Markusdom gehört zu einem der meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten in Venedig und kann mit einer langen Geschichte glänzen, die bis in 9.Jahrhundert reicht. Aber der Markusdom ist nicht nur reich an Geschichte, auch allerlei interessante Fakten und Legenden ranken sich um dieses prachtvolle Gebäude.

Diebe und der Heilige Markus

Der erste Markusdom wurde im 9. Jahrhundert gebaut und beheimatete viele heilige Relikte. Relikte die gestohlen worden waren. Im Jahre 828 entwendeten Kaufleute aus Venedig den Körper des heiligen Markus, einer der vier Apostel, aus Alexandria. Legenden zufolge rettete der Heilige Markus persönlich die Entführer und ihre kostbare Fracht als diese auf dem Wege nach Venedig in Seenot gerieten. Die ganze Geschichte lässt sich auf einem Mosaik aus dem 13. Jahrhundert ansehen, welches sich über der linken Tür befindet

Rialto bridge in Venice, ItalyApropos Mosaiken….

Im Markusdom gibt es über 8000 m²Mosaikfläche! Das ist mehr als ein Fußballfeld, unglaublich! Die meisten Mosaiken stammen aus dem 8. Jahrhundert. Da diese meist aus Gold sind, ist der Innenraum des Doms noch beindruckender! Am besten besucht man den Markusdom zu verschieden Zeiten, da er je nach Sonnenstand einen anderen Anblick bietet. Und nicht nur Mosaiken gibt es in einer beeindruckenden Zahl, es gibt auch unfassbar vielen Säulen. Nur damit einem dieses Ausmaß bewusst wird: 500 Säulen und Kapitelle säumen den Dom.

Kreuzzüge und Konstantinopel

Wenn man so will, war das Ende des 4. Kreuzzuges ein Segen für Venedig. Ein Gold und Geldsegen. Nach dem Ende des Kreuzzuges, im Jahre 1204, bei dem das damalige Konstantinopel, das heutige Istanbul, erobert wurde, kamen viele Schätze nach Venedig.  Viele dieser Schätze finden sich heute noch im Markusdom wieder, zum Beispiel die vier Bronzepferde, die Quadriga die sich noch heute auf dem Markusdom befinden, die Ikone der Madonna Nicopeia und zahllose Kreuze und Kelche. Trotz des vielen Prunks wird einem aber dennoch die Pala d’Oro ins Auge fallen. Das byzantische Altarbild aus Gold mit buchstäblich mit hunderten von Edelsteienn übersät. Es umfasst 1300 Perlen, 300 Smaragde und Saphire.

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Es war einmal…der Glockenturm!

Der fast 100m hohe Glockenturm, auch Campanile von San Marco genannt, wurde im 9. Jahrhundert erbaut. Zum ersten Mal. Knapp tausend Jahre später, müsste dieser nochmals aufgebaut werden, da der erste Turm im Jahr 1902 zusammen gestürzt war. Zum Glück wurde bei dem Zusammenbruch des Turm der Dom an sich nicht zerstört und so erstrahlt der Markusdom seit 1912, nachdem der Glockenturm wieder aufgebaut wurde, im altbekannten Glanz.