Schaurig schöne Städtetrips – Ein Besuch in den Pariser Katakomben

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Marie-Kristin
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Marie-Kristin

Paris, die Stadt der Liebe! Halt! Stop!…BREMSE! Ab jetzt heißt es: Paris, Stadt des Gruselns! Was vielen nämlich vielleicht nicht bewusst ist: Unter den Straßen Paris‘ gibt es riesiges Netz an Gängen und Höhlen. Herzklopfen garantiert! Gibt es einen perfekteren Ort um sich an Halloween zu gruseln? Wir denken nicht.

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CATACOMBES DE PARIS

Wie es dazu kam? Im 13. Jahrhundert herrschte in Paris ein große Nachfragen an Kalkstein. Was bietet sich da besser an als dieses direkt unter der Stadt abzutragen. Die Katakomben sind also ein Überbleibsel der Carrieres, der unterirdischen Steinbrüche. So entstand ein unterirdisches Tunnelsystem das über 330 km lang ist. Allerdings dachte damals noch niemand daran, diese Tunnel abzusichern und so kam es öfter dazu das ganze Straßenzügen mitsamt Gebäuden und was sich gerade auf der Straße befand, einstürzten. Als die Stadt also immer mehr und mehr wuchs, wurde nicht nur irgendwann der Wohnraum zu knapp auch die Friedhöfe waren als bald überfüllt. Was bietet sich da also mehr an, als die Tunnel die sich doch sowieso schon unter der Stadt befinden, umzufunktionieren. So wurde das große Netz an unterirdischen Gängen 1785 zu einen Katakomben System, den Catcombes de Paris.  Heutzutage liegen dort, 20 Meter unter den Straßen Paris,  bis zu 6 Millionen ehemalige Bewohner der Stadt an der Seine.

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Schon bald wurden die Katakomben zu einem richtigen Publikumsmagnet und einige der größeren unterirdischen Krypten wurden auch schon früh als Konzertsäle genutzt, wenn da mal nicht Stimmung zum Gruseln aufkommt! Auch wenn die Katakomben der Stadt als Steinbrüche entstanden und dann als letzte Ruhestätte für Millionen von Parisern wurde, so hört ihre Bedeutung doch nicht als Touristenattraktion auf und war im zweiten Weltkrieg sogar Rückzugsort des französischen Widerstandes. Ein Ort mit langer und bedeutungsvoller Geschichte!

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Die unterirdischen Tunnel die einem Labyrinth ähneln sollten nicht komplett unvorbereitet besucht werden ( obwohl das sicherlich den Spannungsfaktor erhöht!) Den Einstieg könnt ihr an die Avenue du Colonel Henri Rol-Tanguy wagen und ihr solltet etwa 1,5 für eine Tour einplanen. Auch im Sommer wird es dort unten nicht besonders warm, also bringt euch am besten etwas zum Überziehen mit. Und auch wenn die Tunnel mit mehr als 330 km die Stadt aushöhlen, ist doch nur ein relativ kleiner Teil für Besucher zuständig. Aber der reicht schon um einen bis ins Mark zu gruseln.

Gibt es einen besseren Ort um Halloween zu zelebrieren? Wahrscheinlich nicht!