Auf der Jagd nach Leipziger Lerchen!

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Marie-Kristin
Autor
Marie-Kristin

Eins vorab: Bei dem Verfassen dieses Artikels kamen keine Lerchen zu schaden. Keine Tiere jedenfalls. Unter Leipziger Lerchen versteht man nämlich nicht nur Singvögel sondern auch ein typischen Mitbringsel aus Mürbeteiggebäck mit Marzipan oder Marmeladenfüllung.

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ES WAREN EINMAL…

Ein Gericht aus kleinen Singvögeln ist Namensgeber für die kleinen Törtchen aus Mürbeteig. Nachdem nämlich deren Jagd im Jahre 1876 verboten wurde, waren einige Konditoren so schlau, sich einen süßen Ersatz für die Vogelpastete auszudenken. Das war gar nicht so dumm, denn heute bietet fast jede Leipziger Bäckerei besagte Leipziger Lerchen an. Dies begeisterte die Leipziger und uns gleich mit! Aber auch sonst begeistert uns Leipzig…warum? Wegen so vielem!

Leipzig  wird immer beliebter, auch bei uns! Besonders die Musik, Kultur und Künstlerszene muss sich mittlerweile nun wirklich nicht mehr verstecken! Dabei war Leipzig schon immer ein Kulturhochburg! Schließlich hat die Stadt dazu beigetragen, einige der berühmtesten musikalischen und philosophischsten Talente aller Zeiten bekannt zu machen. Von Back bis Wagner, von Goethe bis Martin Luther…Leipzig war schon oft (temporäre) Heimat von großen Denkern. Diese kulturell reiche Tradition prägt das moderne Leipzig mit seinen hervorragenden Kunstgalerien, Konzertsälen und Museen bis heute.

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….DIE LEIPZIGER LERCHEN

Nach so viel Kultur bedarf es aber wirklich einer Stärkung! In Form von Leipziger Lerchen…aus Mürbeteig!

Was man dafür braucht?

  • Für den Mürbeteig:
o    2 Eier
o    250 g Mehl
o    125 g Butter oder Margarine
o    125 g Zucker
o    1 EL Weinbrand
o    1 Prise Salz
o    Frischhaltefolie
 
  • Für die Füllung:
o    125 g Butter oder Margarine
o    einige Tropfen Bittermandel-Aroma
o    125 g Puderzucker
o    75 g Mehl
o    100 g gemahlene Mandeln
o    1 Ei
o    50 g Zucker
o    2 EL Aprikosen-Konfitüre
o    2 ELPuderzucker zum Bestäuben
o    Fett für die Förmchen 

So let’s get this party started! Zuerst trennt ihr die Eier (das Eiweiß wird später für die Füllung verwendet). Dann verknetet ihr Mehl, Fett, Zucker, die Eigelb, Weinbrand und 1 EL kaltes Wasser zu einem geschmeidigen Teig, der dann circa eine halbe Stunde lang abgedeckt in den Kühlschrank gestellt wird. In der Zwischenzeit könnt ihr anfangen die Füllung vorzubereiten. Dafür  rührt ihr das Fett und Back-Aroma schaumig und rührt dann zunächst Puderzucker und dann das Mehl und die Mandeln dazu. Nachdem ihr dann 3 Eiweiß und den Zucker steif geschlagen habt, könnt ihr dies unter die Mandelmasse heben. Aus dem Mürbeteig werden als nächstes Kreise (ca. 9 cm Durchmesser) gestochen. Den restlichen Teig schneidet ihr dann in 6 cm lange und ½ cm breite Streifen. Die brauchen wir später noch! Dann legt ihr eure gefertigten Kreise in runde Förmchen und bestreicht diese mit eurer Marmelade. Wenn ihr dies getan habt, gebt ihr in jede Form ungefähr einen EL Mandelmasse und anschließend belegt ihr diese mit euren vorher angefertigten Mürbeteigstreifen. Diese werden dann mit dem verquirltem Eigelb bestrichen und bei circa 175° und 40 Minuten gebacken. Nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestäuben. Voilá! Lecker!