Schaurig schöne Städtetrips – Gruseln in Edinburgh

Scotland Edinburgh Calton Hill
Marie-Kristin
Autor
Marie-Kristin

Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands! Welches Land, wenn nicht Schottland mit seinen zahlreichen Burgen eignet sich besser für einen schaurig schönen Städtetrip!  Es wirkt fast so als wäre Edinburgh für Geister und Geisterjäger gemacht. Wem läuft es nicht eiskalt den Rücken hinunter wenn man  an all die Untoten denkt(knapp 400 Sichtungen im letzten Vierteljahrhundert), die wahrscheinlich in der Burg die hochhoben auf den Felsen in Edinburgh thront, wohnen. Auch der Rest der Stadt könnte sofort als Filmkulisse für einen Gruselstreifen herhalten. Um seinen Ruf gerecht zu werden, veranstaltet die Stadt geradezu um Halloween herum viel!

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SAMHUINN FESTIVAL

Schottland pflegt seine Herkunft und von daher seine alten keltischen Bräuche noch heute. Zu den höchsten keltischen Feiertagen gehört das Samhuin Festival, welches den Jahreswechsel der Kelten symbolisiert und in der letzten Nacht des Oktobers, also Halloween, zelebriert wird. Aus eben diesem Samhuinn Festival leitet sich „unser Halloween“ ab.

Die Feierlichkeiten beginnen schon am Morgen auf der Royal Mile mit einer spektakulären Prozession von verkleideten Menschen, die wild tanzen und die bösen Geister somit beschwören. In ganz Edinburgh sind an dem Tag Facheln und kleine Feuer entfacht und der Kampf des Sommerkönigs gegen die dunklen Mächte des Winterkönigs werden auf dramatische Weise nachgestellt.

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HALLOWEEN TRADITIONEN

Natürlich gehört zum Fest der Untoten viel mehr als sich in gruseligen Kostüme zu schmeißen oder von Haustür zu Haustür zu gehen und Süßigkeiten einzufordern (Trick-o-treating sollte unserer Meinung auf für Erwachsene völlig legitim sein! ).  In Schottland ist eine liebgehegte Tradition auch das „Apple Bobbing“ oder auch „Apple Dooking“ genannt. Bei diesem Spiel wird wird ein Fass mit Wasser gefüllt in dem dann Äpfel schwimmen.  Die Mitspieler müssen nun versuchen die Äpfel mit nichts anderen als ihren Zähnen(die Hände werden auf dem Rücken verschränkt) aus dem Fass herauszufischen. Wer die meisten Äpfel erbeutet, darf sich als glorreicher Sieger bezeichnen. Klingt nach einer lustigen (besonders für Beistehende) Tradition! Eine weiterer schöner Brauch ist die „Nut-Crack-Night“ oder auch „The Oracle of the Nuts“ genannt. Wenn die Kälte des Herbstes die Häuser durcdringt und die Leute vor dem Feuer sitzen mit ihren frisch geernteten Haselnüsse und Kastanien entsannt diese Tradition – Nüsse wurden früher als Hilfsmittel für Prophezeihungen verwendet. So warfen zum Beispiel Frischverliebte Kastanien ins Feuer um zu sehen ob ihr/e Angebetete/r es ernst mit Ihnen meinten. Wenn die Nuss normal verbrannte, war alles okay und man musste sich keine Sorgen machen.  Aber falls die Kastanie oder Nuss aus dem Feuer rollte oder dort explodierte, waren die Absichten des Angebeteten nicht die Besten. Wäre die Sachen doch heute noch so einfach!

Falls ihr aber euer Glück (egal ob beim Trick-o-treating, beim Apple Dooking oder im „Nut-Oracle“ ) versuchen wollt, das alles gibt es auch alles in und um Edinburgh.

Gibt es einen besseren Ort um Halloween zu zelebrieren? Wahrscheinlich nicht!