Kunst im Tunnel in Düsseldorf – Ausstellungsraum für Entdecker

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Marie-Kristin
Autor
Marie-Kristin

Kunst im Tunnel, oder kurz KIT, ist wohl einer der ungewöhnlichsten Ausstellungsräume die ihr je zu sehen bekommen werdet. Der Boden ist leicht geneigt und keine Wand ist gerade, ein idealer Ort für junge und herausragende Künstler.

KONZEPT
Das KIT ist an einem außergewöhnlichen Ort in Düsseldorf beheimatet. Zwischen Tunnelrohren, in denen täglich tausende Autos hindurch fahren, befindet sich ein Raum, der ein spektakulärer Treffpunkt für zeitgenössische Kunst ist. Der Ausstellungsraum liegt auf der Höhe des Familienministeriums und wurde schon kurz nach Fertigstellung der Rheinuferpromenade 1995 für Veranstaltungen genutzt. Allerdings kam damals kein dauerhaftes Kunstprojekt zu Stande. Es sollte noch 11 Jahre dauern, bis ein Konzept zur Verwirklichung eines dauerhaften Ausstellungsraum entstand.
Der sichtbare Eingang des KITs, ein verglaster Pavillon, ist gleichzeitig Heimat der KIT Bar. Bei gutem Wetter sollte man sich hier einige Minuten Zeit nehmen und bei Kaffee und Kuchen den Blick über den Rhein genießen. Über eben jenes Café gelangt dann der Besucher in den wie ein U-Boot geschnittenen, unterirdischen Ausstellungsbereich.

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KUNST
Das KIT ist beliebt, gerade bei jungen Leuten! Das mag an den vielen jungen Künstlern liegen, die hier die Möglichkeit bekommen, ihre Werke auszustellen. Aber schon der Ausstellungsraum ist extrem inspirierend und alleine einen Besuch wert. Der Raum bietet einige Überraschungen: Es gibt keine geraden Wände und auch der Boden verläuft uneben. Aber gerade das macht das KIT so toll und super flexibel. Bei jeder neuen Ausstellung kann nach Lust und Laune umgebaut werden, eben ganz dem jeweiligen künstlerischen Thema entsprechend. Mit eingezogenen weißen Wänden werden zum Beispiel kleine Pavillons gebaut oder Räume für Filmvorführungen oder Videos abgetrennt.

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Noch bis Anfang August befindet sich die Ausstellung „Der berührte Rand“ von Pauline M’barek im KIT. Unter dem Motto „Die Welt ist das, was wir wahrnehmen“ wurden Lichtprojektionen, Videos und Objekte mit Begrenzungen installiert. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Erfahren der Welt durch den eigenen Körper und seiner Sinne. „Der berührte Rand“ erforscht die Auflösung der Grenze zwischen Fern- und Nah-Sinn und lässt euch teilhaben an optischen und materiellen Umkehrungen von Körper und Verhältnissen. Die Künstlerin hat eine Atmosphäre der gegenseitigen Aufmerksamkeit geschaffen, die fasziniert und fesselt.

KIT, ein Ort zum Staunen und immer eine Reise wert!

INFO
KIT- Kunst im Tunnel
Mannesmannufer 1b
Di-So 11-18 Uhr
Eintritt: 4 € ; ermäßigt: 3 €