Schaurig schöne Städtetrips – Bukarest und Dracula

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Juliane
Autor
Juliane

Bukarest und Dracula? Bukarest und Dracula! Kommt mit in die schöne Stadt – auch genannt “Paris des Ostens” – und entdeckt die Vampirlegende Dracula neu. In der rumänischen Hauptstadt könnt ihr auf den Spuren des wohl bekanntesten Vampirs der europäischen Kulturgeschichte wandeln – sozusagen “Twilight Preloaded – Wie alles begann”. Aber warum eigentlich Rumänien?

Dracula – zwischen Mythos und historischem Vorbild

Hinter dem Mythos der rumänischen Vampirlegende verbirgt sich ein ganz konkretes historisches Vorbild. Der Fürst Vlad III. Drăculea herrschte im 15. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens. Sein Beiname Drăculea bedeutet sowohl Sohn des Drachen (sein Vater Vlad II. Dracul war Mitglied des Drachenordens) als auch Sohn des Teufels (“drac” bedeutet Teufel auf Rumänisch). Besagter Vlad III. erlangte zeitgenössischen Ruhm durch eine Vorliebe für besondere Grausamkeit. So soll er Hinrichtungen durch Pfählung bevorzugt haben und auch sonst durch Gräueltaten wie Folterung und Verstümmelung seiner Opfer und Widersacher von sich reden gemacht haben. Heute ist nicht ganz klar, wieviel der überlieferten Schauergeschichten auf wahre Begebenheiten beruhen und wieviel davon im Laufe der Jahrhunderte ausgeschmückt und hinzugefügt wurde. Fest steht aber, dass wohl auch Bram Stoker im 19. Jahrhundert vom düsteren Fürst Vlad III. Drăculea im fernen Osten Europas gelesen hatte und dieser ihm als Inspiration für seinen bekannten Darcual-Roman diente. Ein Vampir-Mythos war geboren und Rumänien galt nun als Herkunfstland der finsteren Blutsauger.

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Bukarest und Dracula

In Hauptstadt des Landes könnt ihr den Spuren dieser Legende folgen. Egal ob eher lustig, historisch oder mit richtig viel Gänsehaut – hier kommt jeder Vampirfan und -jäger auf seine Kosten. Wonach steht dir der Sinn?

Lustig?

Nehmt an einer der vielen Dracula-Touren teil, welche euch von Draculas (angeblichem) Grab über Lunch in Draculas Restaurant und einen Ausflug ins benachbarte Snagov bis hin zur abendlichen Dracula Show die volle Vampir-Dröhnung bieten. Touristisch? Na klar! Aber auch sehr lustig, wenn man die ganze Vampirsache nicht so ernst nimmt.

Informativ?

Ihr wollt wissen, was wirklich los war im mittelalterlichen Rumänien? Dann stattet dem Nationalmuseum der Geschichte Rumäniens einen Besuch ab. Hier könnt ihr viel über Zeit und Wirken von Graf Vlad II. Dracul erfahren und bekommt auch eine Ahnung davon, warum die westliche Welt im 19. Jahrhundert dieser Mythos des blutsaugenden Vampirs gar nicht mal so ungelegen kam.

Schaurig?

 Entdecke die dunklen und verwunschenen Seiten von Bukarest. Dracula ist nur der Anfang und es gibt Geschichten in dieser Stadt, die einem Schauer über den Rücken laufen lassen, ohne dass auch nur ein Vampir in der Nähe ist. Das Massengrab der verbrannten Kirchngänger der St. Antony Kirche, die Statue vom “Vlad dem Pfähler”, oder der furchtbare Serienmörder, der Bukarest in den 1970ern in Atem hielt – auf vielen Touren könnt ihr euch vom Schrecken der Vergangenheit in Bukarest erzählen lassen.

Lecker?

Auf zum Count Dracula Club! Das Themenrestaurant in Bukarest ist nichts für zart Besaitete und obwohl es erst mal nach Karneval aussieht gruselt es einen dann doch ganz schön in den sieben verschiedenen Räumen. Egal ob ihr nur kurz das Ambiente wirken lassen wollt und auf einen kurzen Abstecher an der Bar vorbeischaut oder ob ihr traditionelle rumänische Küche im Restaurant schlemmt – hier wird visuell einiges geboten. Unser Spezialtipp für ewige Liebe: das Valentinstags-Event im Count Dracula Club!

Schloss Bran

Nicht in Bukarest, aber für Dracula-Fans auf alle Fälle sehenswert ist das Schloss Bran. Im rumänischen Siebenbürgen befindet sich das Schloss aus dem 15. Jahrhundert, welches heute als Dracula-Schloss bezeihnet wird. Es ist unwahrscheinlich, dass Vlad III. Drăculea das Schloss wirklich einmal bewohnt hat, aber es ähnelt dem, welches im Roman von Bramn Stoker beschrieben wird auf wirklich unheimliche Weise. Die Lage, die Türme, die Zimmer – alles wie im Buch! Möglicherweise hatte Bram Stoker Zugang zu einer Beschreibung des Schlosses, als er den Roman verfasste. Er selbst war nie in Transsilvanien. Das Schloss wird von Vampirfans aus aller Welt besucht, beherbergt jedoch hauptsächlich sehenswerte Ausstellungen zur Geschichte des Habsburger Schlosses selbst und der ehemaligen Schlossherrin Königin Marie von Edinburgh. Von Bukarest aus könnt ihr über mehrere Anbieter Tagestouren nach Schloss Bran buchen. Es lohnt sich!

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  • INFO

  • Count Dracula Club: www.count-dracula.ro
  • Nationalmuseum der Geschichte Rumäniens: http://www.mnir.ro/
  • Schauriges in Bukarest: http://truenomads.com/2013/10/haunted-places-in-bucharest/
  • Schloss Bran: www.bran-castle.com