Brüsseler Waffeln – ein unwiderstehlicher Gaumenschmaus

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Marie
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Marie

In Brüssel kommt man definitiv nicht an dem leckeren Geruch der belgischen Waffel vorbei. Aber was ist jetzt die Brüsseler Waffel und wo liegt der Unterschied? Wir sagen euch, welche Waffel ihr warum und wo genießen solltet, wenn ihr in Brüssel seid!

STORY

Belgien und die Waffel sind wie Deutschland und die Bratwurst. Wir wollen jetzt mal wissen, welche Unterschiede es bei belgischen Waffeln gibt und wo wir die optimalste Waffel serviert bekommen. Die Waffel an sich gibt es schon seit den Mittelalter. Es wird vermutet, dass die in Klöstern hergestellten Oblaten, als Vorläufer dienten. Das süße Festtagsgebäck wurde in vielen Ländern der Welt sehr beliebt für besondere Anlässe. In Belgien sind sie ebenfalls eine sehr bekannte Spezialität. Mindestens bis in die 1850er Jahre geht die Geschichte des Gebäcks zurück, denn da kamen die ersten gusseisernen Waffeleisen auf den Markt. Die berühmte Brüsseler Waffel ist eine Kreation von Maximilien Consael, der den Stein 1856 auf einem Jahrmarkt ins Rollen brachte. Zwischen zwei Varianten unterscheiden allerdings die Kenner: zwischen Brüsseler Waffeln und Lütticher Waffeln. Nicht nur in Rezept und Form gibt es hier Unterschiede, sondern auch in der Herkunft. Die Lütticher Waffeln sind womöglich auf einen Prinzen aus Lüttich zurückzuführen, der seinen Koch beauftragte, einen Kuchen zuzubereiten. Diese Waffel-Art hat eine eher unregelmäßige Form und enthält Hagelzucker, der beim Backen karamellisiert. Brüsseler Waffeln hingegen sind eckiger und fluffiger. Aus leckerem dicken Teig sind sie aber alle! Welche Zubereitung ihr lieber mögt, müsst ihr ausprobieren. Die Beilagen kann sich sowieso jeder selbst wählen. Da hilft wohl nur alles kosten! In der ganzen Stadt gibt es die typischen Waffel-Wägen und Cafés, die zum Naschen einladen. Wenn ihr nach eurer Rückkehr aus Brüssel nicht mehr ohne Waffeln könnt – was durchaus verständlich wäre – dann backt doch mal selbst!

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REZEPT

Brüsseler Waffeln / Gaufres de Bruxelles

  • Zutaten für 8 bis 10 kleine Waffeln:
  • -          2 Eier
  • -          250 g Mehl
  • -          25 g Kristallzucker
  • -          25 cl Milch
  • -          25 cl lauwarmes Wasser
  • -          12 g Hefe
  • -          100 g Butter
  • -          1 Prise Salz
  • -          etwas Margarine für das Waffeleisen

Zubereitung:

Die Brüsseler Waffel erhält ihren besonders feinen Geschmack durch die Verwendung von reichlich Butter. Diese zunächst in ein kleines Butterpfännchen geben und auf niedriger Temperatur schmelzen. Das Butterpfännchen vom Herd nehmen, auf einen Untersetzer stellen und die Butter abkühlen lassen. Nun 25 cl lauwarmes Wasser und zwei Eier mit Hilfe eines Handrührgerätes vermengen.
Unter ständigem Umrühren 250 g Mehl, 25 g Kristallzucker und eine Prise Salz hinzufügen.
Die Milch aufwärmen bis sie lauwarm ist und mit 12 g Hefe verrühren.
Das Milch-Hefe-Gemisch so unter den Teig rühren, dass ein glatter Teig entsteht.

Nun die geschmolzene Butter dem Teig hinzufügen. Alles mit dem Handrührgerät gut verrühren und anschließend die Schüssel abdecken. Den Teig 30 Minuten an einem warmen, durchzuggeschützten Ort ruhen lassen. Anschließend das Waffeleisen vorheizen und vor jedem Backvorgang mit etwas Margarine einpinseln. Pro Brüsseler Waffel ca. 4 Esslöffel Waffelteig in das Waffeleisen füllen und nach Wunsch 3 bis 4 Minuten lang goldbraun backen.

Je nach Geschmack können die Waffeln mit Puderzucker, Schokoladencreme, Schlagsahne, Konfitüre, Maronencreme, Früchten und/oder Sirup versüßt werden.

Guten Appetit!