Singapur für alle!

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Juliane
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Juliane

Singapur ist aus mitteleuropäischer Perspektive sicherlich kein Ziel für einen kleinen Ausflug am Wochenende. Aber für eine Woche oder länger ist es eine der abwechslungsreichsten, spannendsten und schönsten Destinationen überhaupt. Der internationale Mix der Einwohner in dem asiatischen Schmelztiegel zwischen Malaysia und Indonesien bringt eine aufregende Vielfalt an Sprachen, Kulturen, Speisen und Traditionen mit sich. Die mehr als fünf Millionen Bewohner des Stadtstaats drängen sich dabei auf einer Fläche so groß wie Hamburg, deswegen sind die Eindrücke für Besucher intensiv und eindrücklich. Neben dem inzwischen sagenumwobenen Verbot von Kaugummis in Singapur gibt es noch viele andere Dinge, die den Aufenthalt unvergesslich werden lassen:

  1. 1.       Singapurischer Sinn fürs Skurrile.

Der Schalk versteck sich hier oft im Detail. Es gibt viele Dinge zu sehen, die seltsam, befremdlich und im Endeffekt einfach sehr lustig anmuten. Schönes Beispiel: Der Park Haw Par Villa direkt an der Westküste mit Blick auf den Indischen Ozean ist eine große Verkörperung chinesischer Mythen und Märchen, quasi ein Gebrüder-Grimm-Park der chinesischen Kultur. Seit 1937 könne  Besucher hier mehr als 1000 Statuen und großflächige Darstellungen traditioneller mythischer Figuren und Geschichten bestaunen. Die zehn Felder Hölle nach buddhistischer Tradition sind ebenso beeindruckend wie seltsam – blutverschmierte Köpfe, Dämonen und Höllenfeuer inklusive. Ein weiterer Favorit vieler Touristen sind sicherlich die Mauern, die wie riesig aufgetürmte Fleischberge aussehen. Ein super Fotomotiv!

  1. 2.       Singapurisches Sporterlebnis

So nah wie in Singapur kommt man der Formel1 sonst nur in Monaco. Der Große Preis von Singapur gehört seit 2008 zum internationalen Rennzirkus und schickt die Fahrer direkt an der Marina Bay durch die Stadt, zum Großteil auf öffentlichen Straßen. Der Rundkurs bietet Platz für knapp 90.000 Zuschauer und echte Gänsehaut an den Kurven. Der Geruch von Benzin und verbranntem Gummi macht deutlich, wie nah dran man am Geschehen ist – ein unvergessliches Erlebnis für alle Fans von Vettel und Co.

Doch nicht nur Liebhaber lauter Motoren und schneller Reifen kommen hier auf ihre Kosten: Konzerte internationaler Stars (2013 waren unter anderem Rihanna und The Killers am Start), fantastisches Essen, abendliches Feuerwerk und die Ausnahmeerlaubnis, auch mal Müll auf den Boden zu werfen, machen das dreitägige Top-Event auch zum absoluten Erlebnis für Nicht-Formel1-Fans – wie ein Musikfestival mit Autorennen. Und Ohrenstöpsel gegen den ohrenbetäubenden Lärm direkt an der Strecke gibt es an jeder Ecke zu kaufen.

  1. 3.       Singapurische Flora und Fauna

Man stelle sich vor, der Englischen Garten in München würden von heimischen Wildtieren bevölkert werden. Unvorstellbar? Im Botanischen Garten Singapurs quietschen nachts die freilebenden Affen und auch sonst gibt es auf der dicht bevölkerten Insel das eine oder andere überraschende Naturerlebnisgibt. Das Bukit Timah Nature Reserve beispielsweise ist völlig unberührt von Menschenhand: auch hier Affen, sowie Lianen, riesige freiliegende Baumwurzeln, Orchideen, großes und kleines Getier und richtig frische Luft. Perfekt für einen Tag im Regenwald mitten in der Großstadt!

  1. 4.       Singapurische Drehkreuz-Lage

Singapur ist perfekt, um noch mindestens drei andere asiatische Länder auf derselben Reise zu sehen. Malaysia und Indonesien liegen nur eine Bootsfahrt entfernt, Kambodscha, Thailand und Vietnam lassen sich mit kurzen Flugzeiten erreichen. Selbst Australien ist nicht mehr weit entfernt, so bietet sich Singapur neben Hongkong auch als klassischer Zwischenstopp auf dem Weg nach Ozeanien an. Doch es lohnt sich eben auch, länger vor Ort zu bleiben, die Stadt und ihre zahlreichen Kulturen und Wunder zu entdecken und Tagesausflüge in die angrenzenden Länder zu unternehmen.

Und jetzt gute Reise, auf nach Singapur!

(Foto: Kerstin Lentz)