Bali – die Insel der Götter

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Marie-Kristin
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Marie-Kristin

Sonne, Strand, Meer…all das ist Bali! Doch Bali ist gleichzeitig noch viel, viel mehr! Bali, das sind interessante Städte, faszinierender Dschungel und vor allem: Tempel! Nicht umsonst wird Bali auch als „Insel der Götter“ bezeichnet.

Der am weitesten verbreitete Glaube auf Bali ist der Hinduismus (gut 90% der Balinesen sind Hindus) ), gefolgt vom Islam und dem Christentum – da verwundert ein weiterer Name Balis „Die Insel der tausend Tempel“ wenig. Gerade der hinduistische Glaube ist in der Kultur Balis fest verankert, Tempel und Altare findet man praktisch überall. Jedes traditionelle Wohnhaus besitzt mindestens einen Tempel, der an der höchsten und idealerweise einem Berg zugewandten Seite des Grundstückes steht.

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  • (© Conny K./ Pixelio)

Bei einem Besuch auf Bali gehören Besuche in Tempeln also unbedingt dazu! Welche? Wir haben ein paar der spektakulärsten Tempel für euch zusammen getragen:

PURA BESAKIH

Das heiligste aller Heiligtümer, der bedeutendste Tempelbau,  sozusagen die Mutter aller balinesischen Tempel – Pura Besakih. Der aus dem 8. Jahrhundert stammende „Muttertempel“ liegt auf circa 1000m Höhe am Südwesthang des Gunung Agung, einem nach wie vor aktiven Vulkan. Der Gunung Agung gilt auf Bali als Sitz der Götter, wo also liesse sich der wichtigsten Tempel der Insel besser platzieren? Heute kann man es wohl wirklich als einen Segen der Götter betrachten, dass der Tempel 1963 nur knapp der Zerstörung entging, als Lavaströme des Vulkans die Anlange nur um wenige Meter verfehlten.

PURA TANAH LOT

Wer diesen Tempel besucht, mag vielleicht das Gefühl haben, dass ihm die Anlage doch sehr bekannt vorkommt. Kein Wunder: mit seiner einzigartigen Lage (und den damit verbundenen wunderschönen Sonnenuntergängen) ist der Tanah Lot Tempel ein sehr beliebtes Foto- und Postkartenmotiv. An der Küste gelegen und das Meer überblickend ist dieser Tempel definitiv ein Highlight jedes Bali-Besuchers. Durch seine Lage ist der Zugang zum Tempel nur während der Ebbe möglich, bietet aber zu jeder Zeit einen einzigartigen Anblick.

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PURA TIRTA EMPUL

Die heilige Quelle, die Tirta Empul (balinesisch für „sprudelnde Quelle“) speist, gilt als heilig und wird von den Priestern nicht nur für die Gewinnung von Weihwasser verwendet, sondern dient auch als rituelle Badestelle. Diejenigen die hier ein Bad vollziehen (dies darf man, wenn man dem Tempel eine kleine Spende hat zukommen lassen), soll dies Glück und Gesundheit bringen. Der Tempel, der der Götting Vishnu gewidmet ist, gehört nicht nur zu Balis heiligsten und wichtigsten Tempelanlagen, sondern gehört auch zu den neun offiziellen Staatstempeln.

PURA LUHUR LEMPUYANG

Ebenso wie der Tirta Empul-Tempel ist Luhur Lempuyang einer der besagten neun Staatstempel, die alle Balinesen vor bösen Geistern beschützen soll. Außerdem ist Luhur Lempuyang einer der sechs Sad Kahyangan („Tempel der Welt“) und Sang Hyang Widi Wasa, dem höchsten Gott, gewidmet. Der Tempel ist gerade für jene, die eine kleine Herausforderung in ihrem Tag brauchen, wie gemacht.  Denn um zu dem Tempel zu gelangen, muss man erstmal gute 1.700 unebene Stufen überwinde – das sind ca. 1,5 Stunden Fußmarsch immer den Berg hoch. Wenn man diesen allerdings hinter sich gebracht hat, kann man nicht nur diesen einzigartigen Tempel bestaunen, sondern wird auch mit einem grandiosen Blick auf den Gunung Agung belohnt.

Pancha ratha temples in Mammallapuram, India

PUA GOA LAWAH

Der Goa Lawah Tempel liegt an den Steilküsten im östlichen Teil Balis. Der nicht besonders große Tempel ist allerdings nur was für Menschen mit guten Nerven. Den dieser Tempel beherbergt tausende von Fledermäusen, die hier dicht an dicht hängen. Die zahlreichen Tiere lassen sich weder von Touristen stören, noch den Zeremonien, die hier vollzogen werden. Als Naturschauspiel ist der Tempel mit seinen tierischen Bewohnern aber gerade deswegen so speziell und für Furchtlose den Weg wert!

PURA TAMAN AYUN MENGWI

Der Pura Taman Ayun Mengwi ist der zweitwichtigste (da zweitheiligste) Tempel, hinter dem Muttertempel Besakih. Auch dieser Tempel gehört zu den neun wichtigsten Staatstempeln und dient sozusagen als Vertretung für den Muttertempel. Der Name kann als „riesiger Garten“, „schwimmender Blumengarten“ oder auch „Tempel des schwimmenden Gartens“ übersetzt werden und lässt einen ungefähr erahnen, wie schön die Tempelanlage ist. Natur wohin man schaut und prachtvolle Bauten, die euch zweifelsfrei begeistern werden!

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Natürlich könnte man diese Liste jetzt fast endlos weiter führen, aber am besten, ihr schaut euch das ganze einmal mit eigenen Augen an. Auf nach Bali, auf die Insel der Götter!