Das Amsterdam Light Festival – Die Stadt als Bühne

Amsterdam 10.-12.01.2014, Festival of Lights, Museen, Grachten
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Amsterdam mit seinen unzähligen Grachten, den kleinen Häusern, Hausbooten und natürlich den mehr als 800.000 Fahrrädern ist einfach ein wunderbares Reiseziel: Kultur, Lifestyle und gleichzeitig eine entspannte Atmosphäre machen Entdeckungstouren zu Fuß, per Boot oder mit dem Fahrrad zu einem Erlebnis. Ein Ereignis der ganz besonderen Art ist das Amsterdam Light Festival. Von Anfang Dezember bis Ende Januar verwandeln fantastische Lichtinstallationen die Stadt in eine Bühne – wunderschön anzusehen und zu genießen.

Während das Fête des Lumières in Lyon – seht euch dazu die tollen Fotos auf dem Blog des Monats Januar an – auf eine lange Tradition zurückblicken kann, ist das Amsterdam Light Festival noch ganz jung. 2013/14 gab es erst die zweite Auflage. Schon im ersten Jahr zog es 375.000 Besucher an. Nach Ende des zweiten Jahres wurden 550.000 Gäste gezählt. Es spricht also einiges dafür, dass es seinen festen Platz im (Reise-)Kalender finden wird.

 Die Highlights

Insgesamt verteilen sich 32 Lichtinstallationen in der gesamten Stadt. 17 davon sind Teil der Water Colors boat route – einer Grachtenfahrt entlang der Installationen. Obwohl die Kunstwerke in der Regel auch vom Ufer der Grachten und Kanäle gesehen werden können, bekommen Besucher während der etwa einstündigen Bootsfahrt den besten Blick auf die Lichter.

Als kleineres Festival im Amsterdam Light Festival lädt die Illuminade zu einer Erkundungstour zu Fuß ein. Während eines Spaziergangs durch das Viertel Plantagebuurt können die Werke internationaler Lichtkünstler bestaunt werden.

Daneben gibt es zahlreiche kleinere und größere Veranstaltungen, wie z. B. geführte Foto-Touren oder das Battle of Light, das zum einen auf fest installierten Rädern am Rijksmuseum, aber auch mit beleuchteten Fahrrädern quer durch die Stadt ausgetragen wird.

  • Amsterdam 10.-12.01.2014, Festival of Lights, Museen, Grachten
  • Jacques Rival: Big Tree
  • 64 LED Röhren bilden einen Baum, der nicht nur für die Verbindung von Natur und Stadt steht, sondern auch das weit verzweigte Kanalnetz Amsterdams symbolisiert. Links im Bild das Theater Carré, das Foto wurde auf der Magere Brug aufgenommen. Wer sich auf dieser Brücke küsst, bleibt ein Leben lang zusammen.
  • Amsterdam 10.-12.01.2014, Festival of Lights, Museen, Grachten
  • Buckminster Fuller: Fly’s Eye Dome
  • Die Kuppel ist ein Erbe des berühmten Erfinders (1895-1983), der auf der Suche nach dem Haus für die Zukunft war. Die Kuppel schien ihm die perfekte Form. Der Fly’s Eye Dome war seit einer Ausstellung 1981 vergessen und wurde jetzt erstmals nach Restaurierung wieder gezeigt. (In dem weißen Haus rechts im Bild befindet sich übrigens die Tourist-Information.)
  • Amsterdam 10.-12.01.2014, Festival of Lights, Museen, Grachten
  • Harm Bremer: Kalmen
  • Die Installation auf den Segeln des Schiffes vor dem Schifffahrtsmuseum sieht jeden Abend anders aus – ganz entsprechend der Windstärke und Segelstellung. Als Seglerin war das meine Lieblings-Installation.
  • Amsterdam 10.-12.01.2014, Festival of Lights, Museen, Grachten
  • Teresa Mar: Reflections
  • Auf der 100 m langen Fassade der Hermitage werden Bilder aus der Natur projeziert, bezugnehmend auf die aktuelle Ausstellung Gauguin, Bonnard and Denis: A Russian Taste for French Art. Wunderschön anzusehen, ein Campingstuhl und Glühwein und ich hätte es davor Stunden aushalten können.
Amsterdam 10.-12.01.2014, Festival of Lights, Museen, Grachten
  • Todd van Hulzen en Studio Louter: Temporal Tower
  • Der Turm am Anfang des Singel erinnert an einen Turm der im 19. Jahrhundert tatsächlich an dieser Stelle gestanden hat. Hier wenden die Boote für die Water Colors boat route, was zusätzliche Lichtmalereien bring.

Tipps und Tricks

Mit dem Europa-Sparpreis der Bahn kommt ihr günstig nach Amsterdam. Die passende Übernachtung findet ihr bei SURPRICE Hotels.

Während ihr in der Stadt unterwegs seid, solltet ihr euch warm anziehen. Es kann im Dezember und Januar schließlich sehr kalt werden und für die Water Color Grachtenfahrt müsst ihr mit Wartezeit rechnen. Die Boote fahren zwischen 17 und 23 Uhr alle 30 Minuten, der Andrang kann recht hoch sein.

Für gute Bilder der Installationen benötigt ihr unbedingt ein Stativ und einen festen Standort – Bilder vom Boot aus sind leider kaum möglich. Um alle Kunstwerke abzufahren, empfiehlt sich ein Fahrrad. Zu Fuß können die Laufwege doch recht lang sein.

Auf der Website vom Amsterdam Light Festival findet ihr viele nützliche Informationen: Karten, in den die Kunstwerke verzeichnet sind; das vollständige Programm mit allen Neben-Veranstaltungen; Buchungsmöglichkeiten für die Bootstour und Foto-Spaziergänge… und vieles mehr.

Ihr seid Lichtkünstler und möchtet eure Arbeit beim Amsterdam Light Festival präsentieren? Bis zum 1. März könnt ihr eure Ideen und Konzepte hier einreichen.

Für alle anderen heißt es: Gespannt sein, was bei der dritten Auflage des Amsterdam Light Festival gezeigt wird und sich darauf freuen, wenn sich Amsterdam im Dezember 2014 wieder in eine leuchtende Bühne verwandelt.

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  • Für SURPRICE Hotels in Amsterdam war Reisebloggerin Carolin Hinz.
  • Auf ihrem Reiseblog Esel Unterwegs erfahrt ihr mehr über sie und ihre Reisen.